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Trauer am Arbeitsplatz – wenn Worte fehlen

  • Autorenbild: Danja
    Danja
  • 3. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Trauer macht nicht vor der Bürotür halt. Wenn Kolleginnen und Kollegen einen geliebten Menschen verlieren, sind auch wir im Arbeitsumfeld gefordert – und oft unsicher, wie wir richtig reagieren. Was sagt man? Was ist angebracht?


Das Wichtigste ist: da sein. Schon ein kurzer Satz wie „Es tut mir leid, was passiert ist“ kann viel bedeuten. Schweigen aus Unsicherheit hingegen wirkt leicht wie Distanz. Trauernde brauchen keine langen Reden, sondern ehrliche Anteilnahme.


Wichtig ist auch, Floskeln zu vermeiden. Sätze wie „Es wird schon wieder“ oder „Vielleicht ist es ja gut so“ sind verletzend. Ehrlicher ist es, Unsicherheit zuzugeben: „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“ oder „Ich bin sprachlos und mit der Situation überfordert.“ Genau so fühlen sich oft auch die Betroffenen – und plötzlich entsteht ein echtes Gefühl von Nähe und Verständnis.


Auch kleine Gesten können große Wirkung haben: eine Karte, ein Blumenstrauß, ein kurzes Gespräch in der Kaffeeküche, das Angebot, Aufgaben für eine Zeit zu übernehmen.


Führungskräfte können zusätzlich unterstützen, indem sie flexibel reagieren – Trauer verläuft nicht nach Plan. Offen nachzufragen „Was brauchst du jetzt? Wieviel möchtest du arbeiten? Brauchst du eher Distanz oder Nähe?“ schafft Vertrauen und zeigt Fürsorge.


Am Ende gilt: Offenheit und Menschlichkeit sind der Schlüssel. Ein Team das mitfühlend reagiert, stärkt nicht nur die betroffene Person, sondern auch den Zusammenhalt aller.


Trauer am Arbeitsplatz erinnert uns daran, dass wir nicht nur Kolleginnen und Kollegen sind, sondern Menschen – mit Leben, Freude und Verlusten. Und dass wir auch im Beruf füreinander da sein können und müssen.


Gibt es in Ihrer Firma eine Kollegin oder einen Kollegen, der kürzlich einen Verlust erlebt hat? Brauchen Sie professionelle Begleitung in dieser Phase? Ich unterstütze Firmen und Teams dabei, in emotional herausfordernden Zeiten die richtigen Worte und Gesten zu finden. Gemeinsam schaffen wir Raum für Menschlichkeit – und stärken so auch den Zusammenhalt im Arbeitsumfeld.



 
 
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